Trauer – Ein Mantel der Dunkelheit

Gedanken Katja Hünniger Liebe Freunde, 

Das Wort Trauer – Für so viele Menschen auf dieser Erde der Ausdruck tiefsten Schmerzes. Ein Mantel der Dunkelheit. Ein lähmendes Giftgemisch aus alles verzehrendem Leid, Verzweiflung, Ohnmacht, Sinnlosigkeit, Angst, Wut, Verbitterung und vielen anderen großen und kleinen Essenzen des Gefühlslebens, das sich gnadenlos durch unsere Seele frisst.

Dieses seelenverzehrende Gift, das uns auszulöschen droht. Uns und unsere Welt, so wie sie einmal war.

In der Trauerbegleitung, die natürlich genauso in meinem Berufsleben integriert ist, wie die mediale Arbeit selbst, ist es enorm wichtig, nach dem ersten Schock direkt in die gewollte Akzeptanzarbeit und Verarbeitung des IST, des Erlebten, der vergangenen Prozesse zu finden, um im Leben bestehen zu können. Um überhaupt eine Chance auf Heilung zu erhalten und eine chronische Trauer, eine Lebenslethargie, zu vermeiden.

Dazu gibt es keinen klassischen „Arbeitsplan“, denn jede Trauer ist anders, einfach, weil jeder Mensch in sich und seinen Emotionen, in seiner Geschichte und in seinem Denk- und Gefühlsmuster unterschiedlich gestrickt ist. Eins vereint allerdings alle Trauerbegleitungsansätze: Das Gefühl! Trauer

Was kann ich also tun, um aus meiner Trauer einen Ausweg zu finden, der mich weiterhin leben lässt? Wie kann ich den Mantel der Dunkelheit abstreifen, damit ich die Chance habe, den Hoffnungsschimmer am hellerleuchteten Horizont zu erkennen?

FederleichtICH VERÄNDERE MEINE DENKWEISE!

Da alles, was ist, mit dem ersten Gedanken beginnt, gebe ich mit mentaler Absicht meinen Gefühlen den Impuls, in friedlichen, ruhigeren Bahnen zu fließen und meinem Körper die Chance, dieses toxische Gefühlsgemisch, aus dem Blutkreislauf zu leiten.

Aber wie soll das gehen? Grundsätzlich, wie bei allem, was einen tiefgreifenden Prozess betrifft: (dabei sei anzumerken, dass der plötzliche Tod eines geliebten Menschen ein ebenso tiefer Prozess ist, wie die Begleitung eines Menschen in schwerer Krankheit. Die „Tiefe“ wird hier als Tal beschrieben. Als Summe der Stärke des emotionalen Zusammenbruchs.) In kleinen, zaghaft mutigen Schritten auf einem steinigen Weg. Dabei stolpern wir sehr oft über die Steine, fallen hin, verletzen uns, stehen wieder auf, gehen weiter. Doch je öfter wir diesen Weg gehen, je länger er wird, desto mehr lernen wir, einfach auf den Steinen zu balancieren, von Stein zu Stein zu hüpfen und die Horizonterweiterung, die Aussicht, zu genießen, weil wir voran kommen.

WIR ZWINGEN UNSER EINGESCHRÄNKTES DENKEN UND FÜHLEN ZUR WEITSICHT! Spuren im Sand

Anstatt die Trauer als Leere zu begreifen und uns an die Tage zu erinnern, uns in den emotionalen inneren Filmen der gemeinsamen Zeit zu verlieren, sind wir bestrebt, sie in Gottes Sinne auszuleben: IN LIEBE UND DANKBARKEIT!

Ja, ich bin traurig, dass du nicht mehr als Mensch bei mir bist, aber ich glaube fest daran, dass du als Seele meine Hand hältst und an meiner Seite bleibst.

Ja, der Schmerz zerfrisst meine Seele, doch wenn ich mir klar mache, wie dankbar ich für die gemeinsame Zeit bin, dann lege ich ihm für genau diese kurzen Momente, die immer länger werden, einen Maulkorb um und meine Wunden beginnen zu heilen.

Es ist eine unglaubliche Bereicherung dich geliebt zu haben und dich weiterhin lieben zu dürfen. Ich liebe dich! Über die Grenzen aller Welten hinaus! So tief und so innig, dass du meine Liebe als Gefühl in deiner Seele spürst und ich weiß, dass du mich genauso liebst, wie ich dich, denn ich spüre es jeden Tag in meinem Herzen! Ich höre es in meinen Erinnerungen! Ich lebe unsere Liebe mit jedem Atemzug auf geistige und menschliche Weise! So lange, bis wir anders wieder vereint sein werden!

 

Am Ende der Brücke

Trauer verstehen lernen

Um Trauer zu verstehen, zu begreifen, mit welchen Gefühlen man es unter dem Versteck des dunklen Mantels zu tun hat, muss man den Geist und die Seele erhellen. Anders gesagt: Schalte das Licht an, dann siehst du, dass unter deinem Bett kein Monster ist! Unter deinem Bett liegt die Trauer als Puzzle deiner Gefühle. Setz es zusammen. Es ist weit verstreut über zig tausenden von Teilen. Wenn wir dem Schmerz ins Gesicht schauen, dann erkennen wir seinen Ursprung. Wenn wir an der Wurzel aller Gefühle angekommen sind, wenn wir uns auf den Boden legen, damit wir keine Angst vor dem noch tieferen Fall haben müssen, dann können wir auch wieder aufstehen und aus dem Tal hinauf steigen.

Der Schmerz der Trauer ist gleichzeitig der Schmerz des Verlustes! Der Verlust des Menschen, der nun innerhalb der geistigen Welt sein zu Hause gefunden hat. Der Verlust des gewohnten Lebens. Des bekannten Liebens. Die Angst, vor Veränderung. Wie kann ich weiterleben, ohne dich an meiner Seite? Gerade zu Beginn der Trauer ist dieser Umstand unvorstellbar!

DOCH: WIR LEBEN NICHT OHNE EINANDER! Wir leben miteinander, nur in einer anderen Form! Immer noch können wir im Kontakt zueinander unsere Liebe austauschen und unseren Trost finden!

Wunder

AUSTAUSCH ist auch der Schlüssel zur Transformation von TRAUER in DANKBARE LIEBE!

Lass die Seele des Menschen, der verstorben ist, weiterhin in deinem Leben einen Platz finden. Baue eine Brücke zwischen den Welten und tausche dich aus! Teile dich mit! Spreche, Schreibe, Erinnere dich, genauso, wie du es einst getan hast und lass die Erinnerungen zu einem Teil neuer Geschichte wachsen. Daraus entsteht neues Leben, in dem du in Frieden sein kannst.

Liebste Grüße

Katja

Profilbild Katja Hünniger

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4 Antworten

  1. Escher, Astrid sagt:

    Gefällt mir sehr gut. Wie kann ich denn am einfachsten Kontakt aufnehmen? Hätte da noch Fragen

    • Katja_Arndt sagt:

      Liebe Astrid,
      vielen Dank für deinen Kommentar und den Zuspruch. Darüber freue ich mich natürlich sehr. Du kannst mich sehr gerne über das Kontaktformular oben im Menü anschreiben oder mich anrufen. Die Kontaktdaten findest du auf der Hauptseite ganz unten unter „Ich bin für dich da“. Andernfalls schreib mir einfach eine E-Mail an info.spirit-is.life
      Ich freu mich auf deine Nachricht und sende liebe- und lichtvolle Grüße, Katja

  2. Michaela Müller sagt:

    Huhu Katja
    Ich freue mich wieder von dir zu lesen und drück dich aus der Ferne .
    Liben Gruß
    Michaela

    • Katja_Arndt sagt:

      Hallo meine liebe Michaela, das ist aber wundervoll, auch von dir zu lesen! Ich drücke dich aus der Ferne ganz doll zurück und sende dir an anderer Stelle noch etwas mehr! Bussi, deine Katja

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