Spiritualität & Bewusstsein

Wenn der Todestag sich jährt . . .

Gedanken J.W. GoetheLiebe Freunde,

heute ist für besonders liebe Menschen, für Freunde von mir, ein sehr dunkler Tag. Es ist der Todestag ihres Sohnes, der sich jährt. Der Tag der vollkommenen Trauer, Verzweiflung und Fassungslosigkeit, der immer wieder das Leben selbst in Frage stellt mit all seinen Facetten und Hintergründen. An dieser Stelle möchte ich genau DAS tun, was das soziale Netzwerk, enge Vertraute, liebende Menschen aber auch entfernte Bekannte oder auch schlichte Nachbarschaft, tun sollten: ICH NEHME ANTEIL! Kerzenschein

An ihrem Leid, an ihren Gedanken und Gefühlen, ich sende ihnen trostspendende Worte und Empfindungen meinerseits, um die Last, die sie heute sicherlich schier zu erschlagen droht, auf mehrere Schultern zu verteilen. Ihnen das Gefühl zu geben, nicht alleine in ihrem Schmerz zu versinken:

Wenn ihr diese Zeilen hier lest, meine lieben Freunde, dann seid versichert, das ich mit meinen Gedanken, mit meinem Herzen heute bei euch bin! Immer weiter gehen wir zusammen Schritt für Schritt den Weg der Verarbeitung, der Akzeptanz und des Friedens in dem festen Glauben daran, dass ein Leben mit Licht erfüllt sein wird, auch wenn das Dunkel uns schon in seine Tiefen gerissen hat, dass unser Dasein hier noch einen Sinn ergibt, auch wenn er so oft nicht zu erkennen ist und wir dennoch unser Herz danach ausstrecken und ihn früher oder später erspüren werden. Ich sende euch meine Übermittlung aus der geistigen Welt, dass es eurem Sohn nach wie vor wunderbar, besser als je zuvor, geht und nehme diese Worte in einer persönlichen Nachricht an euch noch weiter auf. Ich bin fest an eurer Seite! Gestern, heute und an jedem weiteren Tag! Fühlt euch von Herzen umarmt! Flaschenpost

Ich kann mir nur aus meiner persönlichen Lage heraus vorstellen und das auch nur auf eine entfremdete Art und Weise, was es bedeutet, ein Kind zu verlieren. Einige von euch, liebe Freunde, kennen meine Geschichte.

Auch wenn man diesen tiefen Schmerz des Verlustes, noch nicht erfahren musste, oder ihn vielleicht mit dem Abschied eines anderen, geliebten Menschen nachempfinden kann, so gilt doch für alle von uns in solch einer schweren Zeit das Gleiche: MITFÜHLEN!

IN solch einer düsteren Qual, AN solch einem schmerzhaft besonderen Tag, da sollten wir alle MITFÜHLEN! Für uns selbst, wenn wir die Trauernden sind und für andere, wenn wir Menschen kennen, die trauern.

Wir begehen diese Zeit so, wie es sich für uns richtig anfühlt. Als begleitende Person ist es vollkommen unerheblich, WIE man für andere da ist, Hauptsache, man IST DA!

TodestagBitte überlegt einmal, wem ihr eure Gedanken, euer Mitgefühl, euer Herz für einen Augenblick der Zuversicht, der Hoffnung, der Liebe und des Miteinander in einer so schlimmen Lebensphase schenken könnt und WIE es sich für euch richtig anfühlt. Sehr oft, das mag man kaum glauben, aber es ist tatsächlich so, stehen gerade diese Personen, die so sehr den Rückhalt der Gesellschaft brauchen, sehr schnell vollkommen vereinsamt da. Das Umfeld wendet sich ab, weil sie mit der Trauer nicht umgehen, sie nicht verstehen können. Es ist unangenehm, sich in solch einer Energie zu bewegen. Aber was ist, wenn wir an ihrer Stelle sind? Wünschen wir uns dann nicht auch Menschen, die für uns da sind und uns immer wieder vom Boden aufhelfen?

Schreibt einen Brief, eine Karte, ruft an, bringt Essen, Kekse, Kuchen vorbei, eine gebastelte Kleinigkeit von Erinnerungen, sprecht über die Person, die verstorben ist und erhaltet somit ihr Andenken. Seid einfach da! Sagt, das ihr nicht wisst, was ihr sagen sollt, wenn es so ist, denn für Trauer gibt es keine richtigen Worte. Macht euch klar, dass es ein Weg ist, den man gemeinsam gehen muss und das es keine Zauberformel und kein Allheilmittel gibt, was diesen Schmerz plötzlich auflöst. Es ist ein Weg der Liebe, genauso wie das gemeinsame Leben ein Weg der Liebe war. trauernde Frau

Wisst ihr, was ich gerne mache, wenn eine Person verstorben ist, die ich persönlich kannte? Ich richte mich mit einem Brief an die Hinterbliebenen, in dem ich meine Erinnerungen, die mich mit der verstorbenen, nun jenseitigen Person verbinden, mit ihnen teile. Ich schreibe über gemeinsame Erlebnisse, beschreibe, wie ich den Menschen kennen und schätzen gelernt habe und lasse meine Einblicke in gemeinsame Begegnungen wieder lebendig werden. Das schafft zusätzliche Erinnerungen für die Hinterbliebenen und das erfüllt mein Herz mit Freude.

Ich danke euch schon jetzt stellvertretend für die Menschen, derer ihr euch annehmen werdet, um ihre Welt wieder mit Liebe und Glauben an ein Miteinander zu füllen.

Herzlichst, eure Katja

haltende Hand

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