TRAUERBEGLEITUNG

MEIN WEG AN DEINER SEITE – INDIVIDUELLE TRAUERBEGLEITUNG

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann bricht das gesamte Lebenskartenhaus – welches man sich gemeinsam so mühevoll und mit viel Liebe aus Plänen, Träumen, Wünschen, aus Gegebenheiten und Strukturen gebaut hat – zusammen. Von einem auf den anderen Moment liegt kein Stein mehr dort, wo er vorher war und man steht in einem Trümmerhaufen der Gemeinsamkeiten. Ohnmächtig und blind von einem Zustand gefangen gehalten. Der Trauer!

 

 

„Trauer – ein seelischer Schmerz über den Verlust einer geliebten Person.“ 

 

Punkt. Zumindest bei Google und vielen weiteren „Erklärungsportalen“, die versuchen, einen seelischen Zustand – ein Gefühlsgemisch, dass so stark und vernichtend das eigene, bisher vertraute Leben flutet – in einfache Worte zu fassen.

Ich wage zu behaupten, dass Trauernde, die solch eine Definition lesen, nur fassungslos mit dem Kopf schütteln. Sich vollkommen unverstanden fühlen. Aber auch empfundene, gesellschaftliche Parallelen ziehen können zu den Umständen, die sie mit Beginn des Verlustes und dem Einsetzen der Trauer in ihrem persönlichen Umfeld kennengelernt haben. Zwangsläufig. Denn Verwüstungsspuren der Trauer machen vor nichts und niemandem halt.

 

Radikale Veränderungsprozesse und Distanzen schleichen sich – über kurz oder lang – in alle wichtige Lebensbereiche und Beziehungsebenen.

So immens, dass man teils das Gefühl hat, ganz allein auf der Welt zu sein, auch wenn man von einer breiten Menschenmasse umgeben ist. Denn die Trauerarbeit, der Halt und die anteilnehmende Aufarbeitung finden kaum noch Platz im Gewohnten. Hinzu kommt der Leistungsdruck, die veränderte Lebenssituation meistern und trotzdem weiter funktionieren zu müssen. Ein Spagat, den kaum jemand ohne professionelle Begleitung schlagen kann.

 

In den vielen Jahren der individuellen Trauerbegleitung habe ich eins immer extremer erfahren müssen:

 

Der Tod gehört nicht mehr zum Leben dazu!

 

 

Schnelllebiger Wandel der Gesellschaft – Halt und Geborgenheit in individueller Trauerbegleitung

Der Wandel und die Schnelllebigkeit unserer heutigen Gesellschaft, die hohen Anforderungen von außen und der damit starke Fokus auf das eigene Leben hat die Nächstenliebe und Empathie füreinander geschmälert. Kaum noch in der Lage, das eigene Leben zu bewältigen mit all seinen Heraus- und Anforderungen ist der arbeitende Mensch – gefangen in seinem Hamsterrad – kaum in der Position, auf Trauer in seinem Umfeld zu reagieren. Positiv und haltend beizustehen. Verständnis und Mitgefühl auszuüben. Schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Denn das Trauern selbst, aber auch die Begleitung Trauernder kostet viel Kraft, Zeit und Hingabe. Rücksichtnahme und Feingefühl.

 

Trauernde müssen draußen bleiben!

Hinzu kommt, dass die gesellschaftlichen Veränderungen das Sterben ausgegliedert haben. Gestorben wird heutzutage bitte draußen. „ Trauernde müssen draußen bleiben“. Vielleicht ein markarberer Vergleich mit dem Schild für Hundebesitzer vor zahlreichen Geschäften, dennoch zutreffend.

Gestorben wird heute kaum noch im Kreise der Familie, sondern im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz.

Nicht, weil der Sterbende oder seine Angehörigen kein Interesse daran hätten, die letzten Lebenstage zusammen zu verbringen, sondern weil Alltagsanforderungen und gelebte Strukturen kaum eine Wahl lassen. So haben weder Kinder, noch Jugendliche, junge Erwachsene und Alte der neuen Generation Erfahrungen, geschweige denn Berührungspunkte mit Tod und Trauer. Wie sollen und können wir also erwarten, dass unser nahes Umfeld professionell und losgelöst mit uns als Trauernde umgehen kann, wenn es keine Erfahrung mehr darin hat?

Das können wir nicht! Das sollten wir auch nicht! Wir können bitten und sagen, was wir brauchen, wollen und uns wünschen. Und dann auf das Beste hoffen!

 

Doch die Hoffnung alleine bringt die Welt nicht mehr in Ordnung. Zumindest nicht die Welt eines Trauernden.

Ein weiterer, unablässiger Schritt ist es, aktiv an der eigenen Trauer arbeiten, um einen inneren Platz für den verlorenen Menschen oder das Tier in unserem Herzen zu schaffen, der frei ist von Schmerz. Einen Raum in uns selbst, in dem wir in den Kontakt und in die Kommunikation mit dem oder der Verstorbenen gehen können. Ein Ort, der uns hilft, den Schmerz in Liebe und Dankbarkeit zu verwandeln und an dem Erinnerungen an die gemeinsame Lebenszeit sicher verwahrt und lichtvoll geschützt sind.

 

Professionelle und individuelle Trauerbegleitung

Ich biete dir eine professionelle und individuelle Beratung und Begleitung in deiner Trauer ganz nach deinen Wünschen und Bedürfnissen an. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass wir dein Herz und deine Gedanken und Gefühle sprechen lassen und situativ entscheiden, was jetzt gerade wichtig und richtig für dich ist und was dir gut tut. Nichts wird in unserer gemeinsamen Zeit nach einem starren Schema ablaufen, denn die Trauer tut es auch nicht. Jeder Moment ist anders. Können wir in einem Augenblick sogar ein kleines Lächeln wagen, überrollt uns im nächsten Atemzug der Schmerz, weil wir ein bestimmtes Lied im Radio hören, dass uns massiv in den Verlust zurück bringt. Diesem Prozess des Trauern gilt es, seinen Tribut zu zollen und die Gegebenheiten so anzunehmen, wie sie kommen. Ganz nach deinem Gefühl und im Gedenken an die Person oder das Tier, um das du trauerst.

 

Meine Angebote für dich:

  • Persönliche Trauerbegleitung vor Ort, telefonisch oder im schriftlichen Austausch
  • Gestaltung persönlicher Gedenkfeiern an für dich und/oder die verstorbene Person wichtigen Tagen (z.B. Geburtstag, Hochzeitstag, Todestag)
  • Entwicklung individueller Trauerrituale
  • Prozessorientierte Bewältigungsstrategien
  • Professionelle Unterstützung als Workshop oder in Gruppen
  • Individuelle Beratung für Menschen, die Trauernde aus ihrem persönlichen Umfeld unterstützen wollen.

 

Wichtiger Hinweis: 

Alle von mir angebotenen Leistungen stellen keinen Ersatz für eine psychische oder medizinische Betreuung dar. Ich übernehme keinerlei Haftung für evtl. auftretende Störungen oder Einbußen innerhalb deiner persönlichen Lebensbereiche oder in Lebensbereichen von Personen, die in innerhalb einer Beratung relevant sind. Bitte gehe mit einer erhaltenen Information eigenverantwortlich um. Ich gebe keine Heilversprechen ab und erstellen keine Diagnosen. Bitte wende dich bei Bedarf stets an deinen behandelnden Facharzt für weitere Hilfestellungen oder therapeutische Maßnahmen.